Einzug ins UECL-Play-off
Mit einem 4:1-Auswärtssieg im Rücken wollten unsere Rapidler heute gegen Paide Linnameeskond den Einzug ins Play-off zur UEFA Conference League fixieren. Mit bereits sieben saisonübergreifenden Pflichtspielsiegen in Folge hatten unsere Grün-Weißen heute auch die Chance, die historische Siegesserie auszubauen. Und was sollen wir sagen? Die längste Siegesserie seit der Saison 1994/95 steht zu Buche: Wir gewinnen trocken mit 2:0 und ziehen mit einem Gesamtscore von 6:1 ins europäische Play-off ein!
Premierentreffer im Europacup
Unsere heute von Jakob Schöller als Kapitän angeführten Rapidler starteten mit geduldigen Spielzügen in die Partie, beide Teams verzeichneten in der Anfangsphase 50 Prozent Ballbesitz, es zeigte sich somit ein ähnliches Geduldspiel wie beim Gastspiel in Estland. In der neunten Minute kamen wir durch einen Abschluss von Niki Wurmbrand zur ersten, leicht gefährlichen Möglichkeit. Die nächste Chance hatte dann Marco Tilio, der nach gutem Spielaufbau über mehrere Stationen sowie einem finalen Pass von Tobias Gulliksen abzog und den estnischen Keeper zur Parade zwang (21.). Die Gäste stellten die Passwege gut zu und machten die Räume eng, dennoch kamen wir immer wieder über die Seiten durch Niki Wurmbrand und unsere beiden Außenverteidiger Jonas Auer und Eaden Roka nach vorne – richtig zwingende Chancen fehlten jedoch noch.
Wenig später zündete erneut Niki Wurmbrand nach einem Steilpass von Eaden Roka seinen Turbo, setzte Marco Tilio in Szene und der Ball zappelte im Netz! Der Schiedsrichterassistent wollte zwar eine Abseitsposition gesehen haben, doch nach längerem VAR-Check zählte das Tor und unsere Nummer 7 jubelte sogleich über seinen ersten Europacuptreffer für Rapid, 1:0 (38.)! Auch wenn die Gäste konsequent verteidigten und uns das Leben schwer machten, ging es mit der Führung in die Kabine.
Die beiden Torschützen des Abends beim gemeinsamen Jubel: Marco Tilio und Louis Schaub! © GEPA
Schlusspunkt: Euro-Louis!
Mit einer richtigen Top-Chance startete Hälfte 2, Niki Wurmbrand brachte den Ball gut zur Mitte, Moulaye Haïdara stand parat und zog eiskalt ab – traf jedoch nur den Keeper (54.). In der 63. Minute gabs dann die ersten Wechsel in Grün-Weiß: Tonni Adamsen, Petter Nosa Dahl und Nico Bajlicz ersetzten unseren Torschützen Marco Tilio, Moulaye Haïdara und Romeo Amane. Kurz vor der Rapidviertelstunde kamen die Gäste zu ihrer ersten Möglichkeit, Niklas Hedl konnte aber mit seiner ersten Parade im Spiel souverän mit dem Fuß klären (73.). Der Arbeitstag war sogleich für unseren heutigen Kapitän zu Ende, Serge-Philippe Raux-Yao ersetzte Jakob Schöller (74.).
In Minute 80 wurde es dann turbulent: Niki Wurmbrand wurde ganz knapp an der Strafraumgrenze gefoult, schlussendlich gab es Elfmeter – Louis Schaub trat an und erzielte in seinem 55. Europacupspiel seinen 21. Treffer, 2:0 (82.)! Für den Torschützen war das Spiel dann auch gleich erledigt, Matthias Seidl kam in die Partie (84.). Am Spielstand sollte sich bis zum Schlusspfiff aber nichts mehr ändern.
BRAVO, Rapidler! Somit stehen wir im Play-off der UEFA Conference League und treffen – mit großer Wahrscheinlichkeit – auf den schottischen Klub Heart of Midlothian (Hinspiel voraussichtlich am 20. August, 19:45 Uhr Ortszeit, 20:45 Uhr österreichische Zeit; Rückspiel wird noch fixiert).
Fotos: GEPA
UEFA Conference League | 3. Qualifikationsrunde, Rückspiel | Weststadion
Tore: Tilio (38.), Schaub (82./E.)
Rapid-11: Hedl; Auer, Schöller © (74. Raux-Yao), Cvetković, Roka, Schaub (84. Seidl), Gulliksen, Amane (63. Bajlicz), Wurmbrand, Tilio (63. Adamsen), Haïdara (63. Dahl)
Ersatz: Gartler, Orgler, Raux-Yao, Adamsen, Kara, Dahl, Seidl, Y. Demir, Bajlicz, Horn, F. Demir, Bolla